Briefmarken

HEILBRONNER PHILATELISTEN-VEREIN E. V.

Herzliche Einladung zu unserer 100. Briefmarken-Börse am Sonntag, den 24. September

07.01.2003

Berichte und Pressestimmen











Aus der Heilbronner Stimme
7. Januar 2003


Foto: Heilbronner Stimme

Je älter die Briefmarke, desto heißer begehrt


Zum vierten Mal veranstaltete der Heilbronner Philatelisten-Verein seine interne Auktion im Gebäude der Stadtwerke.
"Wir verstehen das als Service für unsere Mitglieder", erläutert Vereinsvorsitzender Dieter Geyersberger. Einmal im Jahr bieten die gut 630 Sammler des Heilbronner Philatelisten-Vereins Marken und Briefe zur Versteigerung an.
Das Mindestgebot liegt dabei deutlich unter dem Wert, der in der Bibel der Philatelisten, dem Michel-Katalog, aufgeführt ist. "Das liegt daran, dass der Katalogpreis nur die Seltenheit als Maßstab anlegt, nicht aber die Nachfrage bei den Sammlern. Je nachdem kann das schnell über den Katalogwert hinausgehen", erklärt Geyersberger.
Doch das ist diesmal nicht der Fall. Die Regel sieht anders aus: Aufgerufen werden jeweils zehn Lose, und wer davon eines haben möchte, meldet sich und sagt die jeweilige Nummer.
Nur ganz selten liegen dazu schriftliche Gebote vor oder haben Mitbietende ebenfalls Interesse - diesmal nur elf Mal bei insgesamt 397 Positionen, von denen 80 einen Käufer finden.
Dennoch greifen die Sammler auch als Einzelbieter mitunter tief in die Tasche. Für den Berliner Währungsgeschädigten-Block, postfrisch, werden 330 Euro bezahlt.
Weitere Marken finden für 260 und 170 Euro neue Besitzer. Selbst für die billigsten Stücke legen die Sammler bereits drei Euro auf den Tisch.
Kein Wunder: Nur selten kommt Massenware unter den Hammer. Und wenn doch, findet sich kein Interessent - wer in dieser Runde sitzt, hat diese Wertzeichen schon längst in seinem Album.
Folglich richtet sich das Hauptaugenmerk auf die ältesten, weil seltensten Angebote: aus dem Kaiserreich, aus der Inflationszeit, aus den Kolonien. Fast vollständig gehen die DDR-Lose weg - ein junges Vereinsmitglied nutzt die Gelegenheit, um Lücken in der Sammlung zu stopfen.
Fremde sitzen nicht in der Runde - die Versteigerung ist nur vereinsintern angesetzt. Theoretisch könnten jedoch auch Außenstehende mitbieten, dafür müssten sie bloß Tagesmitglied werden.
Davon macht aber heute niemand Gebrauch. So bleiben die Heilbronner Philatelisten unter sich. Wieder einmal. Geyersberger sieht das nicht ohne Bedauern: "Früher sammelte man, weil man Sehnsucht nach der Ferne hatte. Heute kann man überall hinreisen."
Nachwuchssammler gebe es daher nur noch wenige - unter den 630 Heilbronnern sind gerade mal 25 Jugendliche.


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