Briefmarken

HEILBRONNER PHILATELISTEN-VEREIN E. V.

Herzliche Einladung zu unserer 100. Briefmarken-Börse am Sonntag, den 24. September

10.03.2003

Berichte und Pressestimmen











Aus der Heilbronner Stimme
10. März 2003

(Foto: Monika Scheffler)

Pfennig-Marken haben keine Chance
Von Carsten Friese


"Richtig erklären kann man die Leidenschaft nicht." Der 13-jährige Johannes Rutkies war einer von rund 750 Briefmarkenfans, die gestern zur Briefmarkenbörse in die Heilbronner Harmonie kamen. Geschätzte 20 bis 30 Millionen Marken und ein, zwei Millionen Briefe gab es zur Auswahl.
Mit der Pinzette macht sich Rutkies gerade an einem Karton voller Marken zu je einem Cent zu schaffen. 13 ist er, seit acht Jahren sammelt er Briefmarken. 43 Alben hat er zu Hause. Heute kommen "etwa 500 bis 600" neue Marken dazu.
Der Gang durch die Reihen der 30 Händler in der Harmonie wird zur Welt- und Geschichtsreise. Die Inflationszeit von 1916 bis 1923 ist so ein Spezialgebiet. Briefmarkenwerte in Millionen Reichsmark sind eben etwas Besonderes. "Die sind damals mit dem Drucken nicht mehr nachgekommen", erklärt Philatelisten-Vereinsvorsitzender Dieter Geyersberger. Bei einem Händler sorgt ein Produktionsfehler von damals für Wertsprünge. An der Zahl "2" einer Marke ist durch einen Plattenfehler beim Druck ein Haken falsch. Mit 75 Reichsmark war der Brief mit altdeutscher Schrift damals frankiert. Der technische Fehler bringt Sonderstatus. Für 1000 Euro bietet der Händler den Brief heute an.
"Eine ganz andere Mentalität, farbintensiv, mit vielen Details" , beschreibt Geyersberger das exotische Terrain chinesischer Marken. Ein Markt, der wächst. Durch Chinas boomende Wirtschaft würden auch die Chinesen "die Briefmarke als Kulturgut entdecken". Er kennt einen chinesischen Studenten aus Nürnberg, der sich durch Briefmarkenverkauf sein Studium finanziert.
Dagegen spielen im Eurojahr Nummer zwei die alten D-Mark- und Pfennigbriefmarken keine Rolle. "Die sind einfach in zu großen Mengen vorhanden", sagt Geyersberger. Hier rät der Verein allen, die Marken umzutauschen. Bis 30. Juni 2003 gibt's bei der Post noch den Euro-Gegenwert für Marken nach 1969, danach nur noch einen Bruchteil.
Seit 30 Jahren verkauft der Neckarsulmer Johann Kremer schon gespendete Briefmarken für die Aktion des Roten Kreuzes "Not lindern". In sechs Stunden hat er etwa 300 bis 400 Einzelmarken an die Käufer gebracht. Er ist zufrieden.
Eine verblüffend einfache Erklärung für die Faszination Briefmarken hat Roland Schreiweis aus Roigheim parat. "Der Ur-Deutsche war Jäger und Sammler. Davon ist eben der Sammler übrig geblieben."

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