Briefmarken

HEILBRONNER PHILATELISTEN-VEREIN E. V.

Herzliche Einladung zu unserer 100. Briefmarken-Börse am Sonntag, den 24. September

10.03.2008

Berichte und Pressestimmen











Aus der Heilbronner Stimme
10. März 2008

Gefragt ist nicht mehr nur die Marke
Von Nicole Amolsch


Heilbronn - Hendrik zeigt, was er in seinem Rucksack hat: ein Briefmarkenalbum. Der Zehnjährige ist bei der Heilbronner Briefmarkenbörse in der Harmonie auf der Suche: Sportbriefmarken sollen es sein. „Ich sammle, weil man so viel über andere Länder erfahren kann.“
Hätte das sein Opa mal ein wenig früher gewusst. Dieter Berroth begleitet seinen Enkel. Der 74-Jährige hatte selbst jahrelang gesammelt. Übrig ist heute nichts mehr. Der Neckarsulmer hat seine komplette Sammlung verkauft. Kurz bevor sein Enkel in seine Fußstapfen getreten ist. „Schade“, findet das der Nachwuchssammler. Aber wenigstens gibt der Opa sein Wissen an die übernächste Generation weiter. Über solche Familientraditionen freut sich Dieter Geyersberger besonders. Denn: „Wir haben kaum noch Nachwuchs“, beklagt der Vorsitzende des Heilbronner Philatelisten-Vereins. Briefmarken sammeln ist bei der Jugend nicht mehr „in“. Das Durchschnittsalter der 510 Vereinsmitglieder liegt bei 65 Jahren.
Dabei verspricht die Sammelei Spannung, ist zum Teil knifflige Forschungsarbeit. Über den Wert einer Marke entscheidet beispielsweise auch die Tatsache, ob der Klebstoff auf der Rückseite – Gummi im Fachjargon – im Originalzustand ist. Und es gibt sie noch, die sogenannten „Dachbodenfunde“, die unter Umständen richtig viel Geld einbringen. Geyersberger räumt aber gleich damit auf, dass Briefmarken die Aktien des kleinen Mannes seien. Völliger Quatsch.
Und auch über den Spruch „Darf ich dir meine Briefmarkensammlung zeigen?“ können echte Sammler nur müde lächeln.
Gehandelt wird kräftig bei der Börse. Rund 600 Besucher schlängeln sich zwischen den 30 Händlern hindurch. Die Schweizerin Vera Fliss kommt jedes Jahr aus Basel und bietet ihr Sortiment an. „Die Leute bringen ihre Fehllisten mit und wir versuchen, sie zu komplettieren.“ Der Trend beim Sammeln geht allerdings weg von der Marke hin zur Postgeschichte. Wo kam der Brief her? Welches Postamt hat ihn abgestempelt und ist der Stempel auch echt? Das will genau geprüft sein. „Denn gerade im Internet gibt es oft Fälschungen zu kaufen“, warnt Geyersberger.


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