Briefmarken

HEILBRONNER PHILATELISTEN-VEREIN E. V.

Herzliche Einladung zu unserer 100. Briefmarken-Börse am Sonntag, den 24. September

13.03.2006

Berichte und Pressestimmen











Aus der Heilbronner Stimme
13. März 2006

Die Selbstklebende taugt nicht fürs Album
Von Gertrud Schubert

Das ist wahre Leidenschaft. Schon am Sonntagvormittag sitzen sie mit ihren Schätzen an den Tischen in der Heilbronner Harmonie. Wer weiß, vielleicht lässt sich bei der 77. Briefmarken-Börse ein Schnäppchen machen?
Doch was heißt da Schnäppchen? Dieter Geyersberger, der erste Vorsitzende des Heilbronner Philatelistenvereins, warnt vor Illusionen. Die Vorstellung, Briefmarken seien „die Aktien des kleinen Mannes“, hält er schlicht für Unsinn. Auch wenn 25 Händler die Börse bereichern, gilt doch für den gewöhnlichen Sammler: „Mit Briefmarken lässt sich kein Geld verdienen.“
So wechselt in Heilbronn die 120 Jahre alte Postkarte mit aufgedruckter Briefmarke, eine so genannte Ganzsache, für einen Euro den Besitzer. Super teuer ist dagegen so ein Nothilfeblock aus dem Deutschen Reich, da werden schon mal 1500 bis 2000 Euro auf den Tisch geblättert. Richtschnur für den Preis sind stets die Kataloge. Ansonsten zählt Qualität, „das ist wie beim Auto- oder beim Pferdehandel“, sagt Geyersberger und zählt auf, worauf es ankommt: „Gut gezähnt“ muss die Marke sein - vom gezackten Rand darf nichts fehlen. Ist der Stempel deutlich lesbar? Stockflecken und Bug, so kleine Eselsohren, sind verpönt. Und bei postfrischen Marken, die also noch keinen Brief befördert haben, darf die Gummierung keinen Schaden genommen haben. „Insgesamt“, fasst Geyersberger zusammen, „muss die Marke einen ordentlichen Eindruck machen.“
Er selbst sammelt Ganzsachen aus Altwürttemberg, zwischen 1860 und 1920 müssen sie unterwegs gewesen sein. Das heißt aber nicht, dass dem Vermessungsingenieur im gewöhnlichen Leben die Briefmarke egal ist. Selbstklebende sind ihm allein schon aus sammeltechnischen Gründen ein Graus, sie lassen sich so schwer ablösen. Und wenn er zum Beispiel an seine 565 Vereinsmitglieder einen Brief loslässt, achtet er immer darauf, dass sie sich auch über die Marke freuen können: Euro-D-Mark-Briefmarken zum Beispiel lassen das Sammlerherz höher schlagen.
Prächtig findet Geyersberger übrigens auch die neue Briefmarke mit der Blindenschrift, die zum 150er Jubiläum der Nikolauspflege Stuttgart herausgekommen ist. Braille per Post gab es bisher nur einmal: auf einer Ganzsache aus Bayern während des Ersten Weltkriegs.

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