Briefmarken

HEILBRONNER PHILATELISTEN-VEREIN E. V.

Herzliche Einladung zu unserer 100. Briefmarken-Börse am Sonntag, den 24. September

15.03.2004

Berichte und Pressestimmen











Aus der Heilbronner Stimme
15. März 2004

Geschichten, die keine SMS erzählt
Von Katja Feiler


Auch beim Briefmarkensammeln gibt es Trends. Der automatisierte Einschreibebrief ist so einer. Bei der 73. Briefmarkenbörse des Heilbronner Philatelisten-Vereins in der Harmonie spielte unter den Sammlern und Händlern aber die traditionelle Suche nach Raritäten nach wie vor die Hauptrolle.

Eine Pinzette gehört zum Handwerkszeug der Philatelisten. Nur so kann den Zähnen der wertvollen Marken nichts passieren. Finger sind zu grob.
Ein Tisch, Alben, eine Pinzette und eine Lupe: Mehr brauchen die Philatelisten nicht. Deshalb: Der erste Blick in den Theodor-Heuss-Saal in der Heilbronner Harmonie ist wenig spektakulär. Viele intensiv suchende und sich unterhaltende Sammler. Vor allem Männer. Der zweite Blick verrät mehr. Hier liegt Geschichte, sprechen Schicksale, auf Ansichtskarten und den Briefmarken. Denn alles ist vertreten: Jedes Land und jedes Jahr seit 1850, seitdem es Briefmarken gibt.

Doch wie lange noch? Die Jugend kommuniziert fast nur noch über E-Mail oder SMS. Ein Problem, weiß auch der erste Vorsitzende des Heilbronner Philatelisten-Vereins, Dieter Geyersberger. Noch sei der Heilbronner Verein mit über 600 Mitgliedern aus der ganzen Region Heilbronn-Franken einer der größten in Deutschland. Doch das Durchschnittsalter beträgt inzwischen 62 Jahre. "Der Trend ist eindeutig. Der Markt ist gesättigt, weil die jungen Sammler fehlen." Das heißt: Die Preise sind im Keller.

Da kommen die neuen Modeerscheinungen manchem ganz recht. Der neueste Hit: Briefmarken aus asiatischen Ländern oder Osteuropa und automatisierte Einschreibebriefe. Erst seit Januar setzt die Post diese Form ein. Allein der maschinell ausgestellte Kleber reicht inzwischen, auf den Brief muss nicht mal mehr eine Briefmarke. Doch auch das findet Liebhaber, weiß Geyersberger.

Helmut Schwarz setzt lieber auf die klassische Briefmarke. Drei Taschen voller Alben hat er aus Künzelsau in die Harmonie geschleppt. Alles doppelte Marken für den Verkauf. Aber selbst fehlende Stücke ergattern, das gehört natürlich auch zum Vergnügen des Tages. Auf spät- und nachverwendete Stempel hat er es abgesehen. Das sind Marken mit Stempeln, die eigentlich damals schon gar nicht mehr hätten verwendet werden dürfen. Vielleicht findet er aber auch was, das er seinem Briefmarken-Tauschpartner in den USA schicken kann.

Oft klebt eine Briefmarke drauf, aber am Tisch von Georg Demmel kommt es darauf nicht an. Wer hier die Kartons durchforstet, will Ansichts- oder Postkarten finden. Und vor allem welche aus seinem Wohn- oder Geburtsort. "Hierher kommen Heimatsammler", weiß der Experte aus Würzburg und hat deshalb nur Karten aus den Postleitzahlengebieten der Region mitgebracht. Daheim lagert noch viel mehr: 60 000 Karten, schätzt der Rentner. Die älteste Postkarte ist von 1876.

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